Biologie

Oberschule · Sachsen

Übergeordnete Lernziele

  • Entwickeln naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen zum Erschließen biologischer Phänomene
  • Leisten eines Beitrages zur Entwicklung eines Weltbildes hinsichtlich der Evolution der Organismen
  • Entwickeln eines Grundverständnisses für den eigenen Körper und die Rolle des Menschen in der Natur
  • Entwickeln eines verständigen Umgangs mit der Fachsprache

Klassenstufen

Klassenstufe 5

Lernziele:

  • Die Schüler gewinnen Einblicke in die Vielfalt des Lebendigen. Sie beschreiben und vergleichen Grundbaupläne von Wirbeltieren.
  • An Beispielen beschreiben sie Zusammenhänge zwischen dem Aufbau und der Funktion von Organen sowie die Angepasstheit der Lebewesen an ihre Lebensräume.
  • Sie lernen die Erschließungsfelder Vielfalt, Bau und Funktion, Angepasstheit sowie Fortpflanzung für das Beschreiben biologischer Sachverhalte kennen.
  • Die Schüler erwerben erste Kenntnisse über biologische Arbeitstechniken und führen einfache Beobachtungen und Bestimmungsübungen durch und erweitern ihre Artenkenntnisse auch unter Nutzung digitaler Medien.
  • Die Schüler beschreiben an Vertretern der Wirbeltiere deren Fortpflanzung und Entwicklung.
  • Beim Vergleichen der Wirbeltiergruppen erwerben sie erste Vorstellungen zu stammesgeschichtlichen Entwicklungen.
  • Die Schüler stellen an Beispielen die Bedeutung der beobachteten Verhaltensweisen dar und beschreiben deren Anpassungswert für die Organismen.
  • Die Schüler können den Zusammenhang zwischen dem Schutz der Lebensräume und dem Artenschutz mit Hilfen an bekannten Sachverhalten darstellen sowie Maßnahmen des Menschen unter diesem Aspekt bewerten.
  • Sie kennen Grundregeln zur Haltung von Heimtieren.
  • Die Schüler verwenden die eingeführten Fachbegriffe zum angeleiteten Erarbeiten und Beschreiben biologischer Sachverhalte.
  • Sie protokollieren in einfacher Form die Ergebnisse ihrer Beobachtungen.

Lernbereich 1: Merkmale des Lebens

2 UStd.
  • Einblick in den Gegenstand der Biologie gewinnen
  • Kennen ausgewählter Lebensmerkmale
  • Kennen ausgewählter Lebensmerkmale: Ernährung und Atmung
  • → 2 weitere Lernziele...

Lernbereich 2: Fische – Wirbeltiere in ihrem Lebensraum

11 UStd.
  • Einblick in den Artenreichtum der Fische gewinnen
  • Kennen des Zusammenhangs zwischen Körperbau und Lebensfunktionen im Lebensraum Wasser
  • Kennen des Zusammenhangs zwischen Körperbau und Lebensfunktionen: Körpergliederung, Körperbedeckung – Fortbewegung
  • → 10 weitere Lernziele...

Lernbereich 3: Lurche und Kriechtiere – Wirbeltiere in ihren Lebensräumen

11 UStd.
  • Kennen von Anpassungserscheinungen bei Lurchen und Kriechtieren
  • Kennen von Anpassungserscheinungen: Erscheinungsbild, Körpergliederung – Lebensraum
  • Kennen von Anpassungserscheinungen: Bestimmen von Lurchen
  • → 7 weitere Lernziele...

Lernbereich 4: Vögel – Wirbeltiere in ihren Lebensräumen

10 UStd.
  • Anwenden der Kenntnisse über Wirbeltiere auf Vögel
  • Anwenden der Kenntnisse über Wirbeltiere auf Vögel: Körperform, Körperbedeckung
  • Anwenden der Kenntnisse über Wirbeltiere auf Vögel: Erkennen einiger Vogelarten am Erscheinungsbild
  • → 9 weitere Lernziele...

Lernbereich 5: Säugetiere – Wirbeltiere in ihren Lebensräumen

16 UStd.
  • Übertragen der Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen Lebewesen und ihren Lebensräumen auf Säugetiere
  • Übertragen der Kenntnisse: Körperbedeckung, Körpertemperatur – Lebensraum
  • Übertragen der Kenntnisse: Betrachten von Fellproben mit der Lupe
  • → 11 weitere Lernziele...

Wahlbereich 1: Vom Probieren zum Experimentieren

Wahlbereich
  • Kennen von Möglichkeiten zur Untersuchung biologischer Phänomene
  • Kennen von Möglichkeiten zur Untersuchung biologischer Phänomene: problemhafte Aufgabenstellung
  • Kennen von Möglichkeiten zur Untersuchung biologischer Phänomene: Vermutungen aufstellen
  • → 2 weitere Lernziele...

Wahlbereich 2: Heim- und Nutztiere

Wahlbereich
  • Kennen von Heim- und Nutztieren
  • Kennen von Heim- und Nutztieren: Betrachten und Beobachten von Tieren
  • Kennen von Heim- und Nutztieren: Haltung und Nutzung von Tieren durch den Menschen
  • → 1 weitere Lernziele...

Wahlbereich 3: Verhaltensweisen

Wahlbereich
  • Einblicke gewinnen in angeborene und erworbene Verhaltensweisen
  • Einblicke gewinnen in angeborene und erworbene Verhaltensweisen: Prägung und Nachahmung
  • Einblicke gewinnen in angeborene und erworbene Verhaltensweisen: Lernverhalten

Klassenstufe 6

Lernziele:

  • Die Schüler kennen Zellen als Grundbausteine der Lebewesen und vergleichen Zelltypen.
  • Sie wenden ihre Kenntnisse über Bau- und Funktionszusammenhänge auf wirbellose Tiere und Einzeller an.
  • Sie nutzen mit Hilfe, die Erschließungsfelder zum Erfassen biologischer Sachverhalte.
  • Die Schüler nutzen die erworbenen Arbeitstechniken und mikroskopieren Dauerpräparate.
  • Unter Anleitung stellen sie einfache Frischpräparate her und fertigen nach vorgegebenen Kriterien mikroskopische Zeichnungen an.
  • Die Schüler beschreiben die Zelle als Lebenseinheit.
  • Sie kennen die ungeschlechtliche Fortpflanzung als eine weitere Form der Fortpflanzung.
  • Am Beispiel von Insekten beschreiben sie Entwicklungsformen von Lebewesen.
  • Die Schüler beschreiben an bekannten Sachverhalten Auswirkungen von Verhaltensweisen des Menschen auf Pflanzen und Wirbellose.
  • Sie wissen um die Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Natur.
  • Die Schüler kennen Möglichkeiten, um sich vor Krankheitserregern zu schützen.
  • Die Schüler stellen in verschiedenen Formen Ergebnisse ihrer Arbeit dar.
  • Sie wählen mit Hilfen die dafür passenden Gestaltungsmittel aus.
  • Sie können die Grundbaupläne von Lebewesen beschreiben.

Lernbereich 1: Samenpflanzen

9 UStd.
  • Einblick in den Artenreichtum und die Schönheit der Pflanzenwelt gewinnen
  • Kennen von Bau und Funktion der Samenpflanzen: Wurzel – Wasseraufnahme, Verankerung
  • Kennen von Bau und Funktion der Samenpflanzen: Sprossachse – Wassertransport, Stabilität
  • → 7 weitere Lernziele...

Lernbereich 2: Pflanzenfamilien

8 UStd.
  • Kennen zweier Pflanzenfamilien
  • Kennen zweier Pflanzenfamilien: Vertreter
  • Kennen zweier Pflanzenfamilien: typische Merkmale
  • → 3 weitere Lernziele...

Lernbereich 3: Sporenpflanzen und Pilze

6 UStd.
  • Kennen von Moosen und Farnen
  • Kennen von Moosen und Farnen: äußerer Bau
  • Kennen von Moosen und Farnen: Fortpflanzung durch Sporen
  • → 6 weitere Lernziele...

Lernbereich 4: Mikroskopie, Zellen und einzellige Lebewesen

15 UStd.
  • Kennen des Aufbaus eines Lichtmikroskops und mikroskopischer Arbeitstechniken
  • Kennen des Aufbaus eines Lichtmikroskops: Teile des Mikroskops und deren Funktionen
  • Kennen des Aufbaus eines Lichtmikroskops: Mikroskopieren von Dauer- und Frischpräparaten
  • → 16 weitere Lernziele...

Lernbereich 5: Wirbellose Tiere in ihren Lebensräumen

12 UStd.
  • Einblick in den Artenreichtum wirbelloser Tiere gewinnen
  • Kennen des Regenwurms als Vertreter der Ringelwürmer: Körperbau – Fortbewegung – Lebensraum
  • Kennen des Regenwurms als Vertreter der Ringelwürmer: Ernährung – ökologische Bedeutung
  • → 10 weitere Lernziele...

Wahlbereich 1: Bedeutung der Nutzpflanzen

Wahlbereich
  • Kennen von Nutzpflanzen
  • Kennen von Nutzpflanzen: Betrachten und Untersuchen von Pflanzen
  • Kennen von Nutzpflanzen: Nutzung durch den Menschen
  • → 1 weitere Lernziele...

Wahlbereich 2: Mikroorganismen

Wahlbereich
  • Kennen der Mannigfaltigkeit bei ausgewählten einzelligen Organismen
  • Kennen der Mannigfaltigkeit bei ausgewählten einzelligen Organismen: Ansetzen eines Heuaufgusses
  • Kennen der Mannigfaltigkeit bei ausgewählten einzelligen Organismen: Mikroskopieren verschiedener Wasserproben/Waldböden
  • → 1 weitere Lernziele...

Wahlbereich 3: Beobachten und Untersuchen wirbelloser Tiere

Wahlbereich
  • Anwenden der Arbeitstechniken Beobachten und Untersuchen auf eine weitere Gruppe der wirbellosen Tiere
  • Anwenden der Arbeitstechniken Beobachten und Untersuchen: Formenvielfalt und Schönheit
  • Anwenden der Arbeitstechniken Beobachten und Untersuchen: typische Verhaltensweisen

Klassenstufe 7

Lernziele:

  • Die Schüler übertragen ihre Kenntnisse zu den Erschließungsfeldern auf den Menschen.
  • Beim Übertragen von Erschließungsfeldern auf weitere Lerninhalte festigen und erweitern die Schüler ihr Verständnis für biologische Phänomene.
  • Die Schüler wenden Arbeitstechniken wie das Experimentieren/Protokollieren zunehmend selbstständiger auf biologische Sachverhalte an.
  • Die Schüler lernen, dass biologische Systeme dynamisch sind.
  • Sie erkennen, dass der Mensch sich als biologisches und gesellschaftliches Wesen entwickelt.
  • Die Schüler beschreiben den Bau und die Funktionen von Organen und Organsystemen des eigenen Körpers.
  • Unter dem Gesichtspunkt der eigenen Gesundheit bewerten sie verschiedene Verhaltensweisen und Umweltbedingungen.
  • Sie lernen das Verhalten als Ergebnis von Erlerntem und Angeborenem kennen.
  • Die Schüler veranschaulichen Daten und Informationen mit sprachlichen und bildlichen Gestaltungsmitteln.

Klassenstufe 8

Lernziele:

  • Die Schüler beschreiben und erklären Bau- und Funktionszusammenhänge am Auge und am Nervensystem des Menschen.
  • Am Beispiel der Sinnesorgane und des Nervensystems lernen die Schüler das Erschließungsfeld Information kennen.
  • Sie übertragen ihre Kenntnisse über die Erschließungsfelder auf komplexe Sachverhalte.
  • Die Schüler lernen, dass biologische Systeme dynamisch sind.
  • Sie erkennen, dass der Mensch sich als biologisches und gesellschaftliches Wesen entwickelt.
  • Die Schüler stellen an Beispielen die Bedeutung von Verhaltensweisen dar und beschreiben deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
  • Die Schüler erkennen, dass sie ihr Verhalten steuern können und die Verantwortung für ihr Verhalten tragen.
  • Sie beurteilen verschiedene Verhaltensweisen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf sich selbst und ihr Umfeld.
  • Ihnen ist bekannt, dass Drogenmissbrauch zu Suchtverhalten und zu einer Zerstörung des Körpers und der Persönlichkeit führen kann.
  • Die Schüler erarbeiten sich selbstständig Informationen aus Texten, Diagrammen und Schemata.
  • Sie vergleichen Organmodelle mit der Wirklichkeit und können Vorzüge und Grenzen von Modellen darstellen.
  • Sie sind zunehmend eigenständiger in der Lage, in verschiedenen Sozialformen zu arbeiten und Ergebnisse fachsprachlich korrekt darzustellen.

Klassenstufe 9

Lernziele:

  • Die Schüler beschreiben und begründen Wechselwirkungen zwischen den Lebewesen sowie den Lebewesen und ihren Lebensräumen am Beispiel des Waldes.
  • Davon ausgehend erklären sie die Angepasstheit von Lebewesen an ihre Lebensräume.
  • Sie nutzen die Erschließungsfelder zum Erfassen biologischer Sachverhalte.
  • Am Beispiel von Wechselwirkungen in der Lebensgemeinschaft Wald erarbeiten sich die Schüler ein weiteres Erschließungsfeld.
  • Die Schüler kennen zelluläre Grundlagen der Vererbung und können den Bau der DNA beschreiben.
  • Sie erklären die Bedeutung von Vorgängen wie Mutationen, Modifikationen und Zellteilungen für die Veränderung des Erbgutes.
  • Mit den molekularbiologischen Inhalten erschließen sich die Schüler eine weitere Ebene des Lebendigen.
  • Sie übertragen ihre Kenntnisse über die Erschließungsfelder auf genetische Inhalte.
  • Die Schüler erklären die Ursachen für die Vielfalt der Lebewesen und erkennen, dass Lebewesen und deren Lebensräume einem ständigen Wandel unterliegen.
  • Die Schüler beschreiben an bekannten Sachverhalten Auswirkungen des Menschen auf die Lebensgemeinschaft Wald.
  • Sie wissen um die Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Wälder.
  • Unter Anleitung analysieren die Schüler Eingriffe des Menschen in Ökosysteme und beurteilen diese unter dem Aspekt des Naturschutzes und der Nachhaltigkeit.
  • Die Schüler erarbeiten sich eigene Standpunkte zu Fragen der Humangenetik.
  • Dabei nutzen sie neben ihrem biologischen Fachwissen auch Wissen aus anderen Fächern.
  • Sie beschreiben und beurteilen bioethische Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven.
  • Auf der Grundlage ihres biologischen Fachwissens diskutieren die Schüler in verschiedenen Sozialformen über bioethische Themen.
  • Sie nutzen die Fachsprache zum Darlegen ihrer Argumente und wählen sach- und situationsgerechte Formen für die Präsentation.

Klassenstufe 10

Lernziele:

  • Die Schüler erklären die Weitergabe genetischer Merkmale und kennen die Bedeutung der sexuellen Fortpflanzung.
  • Durch vergleichendes Betrachten verschiedener Lebewesen erkennen sie stammesgeschichtliche Verwandtschaften.
  • Am Beispiel von Eingriffen des Menschen in die Umwelt beschreiben und erklären die Schüler Vernetztheit.
  • Die Schüler nutzen selbstständig Erschließungsfelder zur Bearbeitung biologischer Sachverhalte.
  • Sie erkennen in den Erschließungsfeldern eine Lernhilfe zum Verstehen neuer Lerninhalte.
  • Die Schüler wenden selbstständig die erlernten Arbeitstechniken an.
  • Die Schüler beschreiben an ausgewählten Beispielen die stammesgeschichtliche Entwicklung von Lebewesen.
  • Die Schüler kennen genetische und ökologische Grundlagen der Vielfalt von Lebewesen.
  • Die Schüler stellen Abhängigkeiten zwischen Lebewesen sowie Lebewesen und ihren Lebensräumen dar und übertragen dieses Wissen auf die Evolution des Menschen.
  • Sie erklären diese mit dem Zusammenwirken der Evolutionsfaktoren.
  • Die Schüler erklären die Ursachen für die Vielfalt der Lebewesen und erkennen, dass Lebewesen und deren Lebensräume einem ständigen Wandel unterliegen.
  • Die Schüler beschreiben und erklären Unterschiede im Bau und Verhalten von Menschen als Folgen der biologischen und kulturellen Evolution.
  • Die Schüler bewerten an Beispielen Chancen und Risiken von biologischen Forschungen sowie der immer weiter zunehmenden Eingriffe des Menschen in die Umwelt.
  • Die Schüler werten Informationen aus verschiedenen Quellen aus und bearbeiten diese mit Hilfe verschiedener Techniken und Methoden.
  • Sie können sich sachgerecht an Diskussionen über biologisch relevante Themen beteiligen und ihre eigenen Standpunkte darlegen.